Im nördlichsten Teil Hamburgs: Neuwerk

Zum Beginn dieser Woche gibt es einen Reisetip, der zwar nicht in die Ferne führt, aber trotzdem eine Menge Weite verspricht: Wattwandern von Cuxhaven nach Neuwerk und am Nachmittag der mit der Fähre wieder zurück. Ein kleines Abenteuer, und so nah!

Wattwandern heißt: stundenlang durch eine schlickige Sandlandschaft streifen und einen Wahnsinnsspaß dabei zu haben, den Sandmatsch unter den Sohlen schmatzen zu lassen, durch knietiefe Priele zu balancieren und allerhand wunderliche Watttierchen zu sehen. Da wir die vorletzte Wattwanderung des Jahres mitgemacht haben und das Wetter komplett im Herbstmodus war (Regen, kalt, grau), haben wir den schlimmsten Friermarathon erwartet. Überraschenderweise sind meine Füße dennoch nicht zu Eisklötzen gefroren, sondern waren die ganze Zeit richtig schön warm.

Auf Neuwerk wartet wundervolles Nichts. Nur Kühe, Pferde, Wiesen, hier und da ein Häuschen. Kaum zu glauben, dass hier trotzdem über das ganze Jahr verteilt etwa 120.000 Touristen entlangströmen! Unser Wetter sorgt sogar für noch mehr Nichts als sonst, denn die absolute Windstille und das Wolkengrau haben selbst den Horizont verschwinden lassen. Der Blick vom Fähranleger aus, mit den sich spiegelnden Fahrrinnenmarkierungen (die umgedrehten Besen) und Rettungsbaken (kleine Rettungskörbchen am Stiel), wurde so zu einem abstrakten Gemälde.

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